Verbinden heißt UMCM.

Funktionen produktionsnaher IT- oder Manufacturing Execution Systeme sind und bleiben auch in der Industrie 4.0 unverzichtbar. Praktiker stellen jedoch immer wieder die Frage, welche Entwicklungstendenzen sich in der Automatisierungspyramide zeigen und wie sich produktionsnahe IT-Systeme weiter entwickeln. Der Einführungsvortrag zum Workshop zeigt schlaglichtartig einige Entwicklungsrichtungen auf. Es zeichnet sich ab, dass sich die bisherigen Ebenen der bekannten Automatisierungspyramide auflösen und ein neues Informationsmodell für die Industrie 4.0 erforderlich wird. Für die Auflösung der Automatisierungspyramide sind unter anderem folgende Basistechnologien verantwortlich:

  • Internet der Dinge, Cyber-Physical-Systems und Eingebettete Systeme,
  • Big Data und Hauptspeicherdatenbanken
  • IP-basierte Kommunikation.

Aufbauend auf diesen Basistechnologien zeichnen sich für MES folgende Trends ab:

  • Die bisher eher monolithisch anmutenden MES-Systeme wandeln sich hin zu Service-orientierten Architekturen.
    Neue Anbieter produktionsnaher IT-Systeme am Markt entwickeln ihre Werkzeuge direkt nach dem Paradigma der Serviceorientierung.
    Letztliches Ziel der Serviceorientierung kann es nur sein, Services unterschiedlicher Anbieter zu kombinieren, so dass Anwender zu einer echten ‚Best-of-breed‘-Lösung kommen.
  • Cloud Computing: Der grundsätzliche Ansatz von Cloud Computing liegt darin, dass Rechenleistung, IKT-Systeme und ihre Funktionalitäten nicht beim Anwender lokal installiert sind, sondern aus einem externen
    Rechenzentrum nach Bedarf bezogen werden. Der Anbieter der Cloud (Public oder Private Cloud) unterstützt dafür eine komplexe Cloud-Infrastruktur. Basierend auf dieser Infrastruktur bieten MES-Anbieter ihre Services an.
  • Interoperabilität und Plug-and-Work-Fähigkeit: Intelligente Komponenten ‚kennen‘ ihre Fähigkeiten und ‚wissen‘, in welche Anlagen sie eingebaut werden können.
    Gegebenenfalls ändern sie Konfigurationseinstellungen selbständig, um sich an die Fertigungsaufgabe und auch an die Anlage, in die sie eingebaut werden, anpassen zu können.
  • Condition Monitoring und MES verschmelzen: Die Produktivität eines Produktionssystems wird maßgeblich durch die produzierte Menge von i.O.-Teilen und die Verfügbarkeit von Produktionsanlagen bestimmt.
    Um die Verfügbarkeit zu verbessern, rücken neue Strategien zur Wartung und Instandhaltung von Anlagen unterstützt durch Condition Monitoring in den Fokus des Interesses.
  • Software-basierte Dienstleistungen nehmen zu: MES-Anbietern eröffnen sich mit der durch Industrie 4.0 ausgelösten Entwicklung neue Chancen, ihr Know-how auf andere Anwendungsfelder auszudehnen:
    Rund um die Produktion und ihre Ausrüster werden Dienstleistungen, die auf Software basieren, zunehmen, z.B. Fernwartung, Verfügbarkeitsgarantien, Mobile Clients zum Zugriff auf Maschinendaten, Konnektoren für
    bestimmte Maschinentypen, etc.
  • Neue Technologien zur Interaktion von Mensch und Maschine: Statt Bildschirm, Tastatur und Maus werden in Zukunft (auch) Gesteninteraktion, Spracherkennung und weitere neue Technologien in der Fabrik eingesetzt.
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Teilnehmer Login 2022
  • Der Teilnehmer-Login steht ab September 2021 zur Verfügung.