Made in Schwaben – weltweiter Rollout eines eigen entwickelten MES

Der Vortrag bezieht sich auf folgende Fragestellungen:

  • Wie organisiere ich eine MES-Abteilung in einem IT-Bereich?
  • Wie und weshalb entwickle ich ein MES selber und schaffe damit eine Integrationslandschaft in der Produktion?
  • Wie führe ich einen weltweiten Rollout eines MES mit dem Fokus „Standardisierung“ durch?

2004 gab die MES-Abteilung in der IT-Organisation der Wieland-Gruppe unserem MES-Produkt den Namen Wieland Factory Suite (WFS), ein MES-Produkt, das international an über 3000 Arbeitsplätzen eingesetzt wird. Die Software integriert horizontal alle notwendigen Prozesse der Metallverarbeitung. Die Komplexität in der Metallindustrie erfordert im MES-Team ein Prozesswissen über Gießerei-Abläufe, Materialflüsse, Qualitätsmanagement u.v.m.. Tiefes Verständnis in den Technologien Pressen, Ziehen, Glühen, Walzen und Schneiden ist Voraussetzung, um den Kundenanforderungen mit nachhaltigen Konzepten und einer tragfähigen Software-Architektur zu begegnen.

Das Produkt beinhaltet alle Aspekte, die in einer Fertigung zur Optimierung und Steuerung benötigt werden; von der BDE über Logistik bis zu Modulen zum Thema Energie.

Eine Unternehmensentscheidung öffnete 2005 den Weg, weltweit an allen produzierenden Standorten der Wieland-Gruppe das ERP-System SAP und das MES Wieland Factory Suite (WFS) auszurollen.

Nun wird immer wieder die Frage gestellt, weshalb sich die Wieland-Gruppe entschieden hat, ein MES selbst zu entwickeln, anstelle ein am Markt angebotenes System zu kaufen.

Zunächst muss klar gestellt werden, dass zahlreiche Teile der Wieland Factory Suite keine Individualentwicklung darstellen. Wir haben die WFS gezielt um zugekaufte Lösungen erweitert, bei denen eine Eigenentwicklung nicht rentabel gewesen wäre.

Wesentliche Kernfunktionalitäten, die die Bearbeitung von Halbzeugen beschreiben, werden jedoch im Hause Wieland entwickelt. Prozess Know-How und das Wissen über die realisierten IT-Lösungen sind in der MES-Abteilung unzertrennlich verheiratet und meist ein unschätzbarer Wettbewerbsvorteil.

Wieland-Werke AG

Stefan Zach

Zachkl

Stefan Zach ist seit über 20 Jahren in der fertigungsnahen IT tätig. Als IT Abteilungsleiter ist er verantwortlich für die IT-Systeme und Prozesse in der Produktion der Wieland-Gruppe. Viele Jahre leitete er IT-Projekte in der Fertigung und Logistik.

Zwischen 2005 und 2012 verantwortete Herr Zach neben MES weitere IT-Themen wie Optimierungslösungen, Integration (EAI), ERP sowie Managed Services und war zuständig für den weltweiten Rollout der fertigungsnahen IT-Systeme innerhalb der Wieland-Gruppe. In seiner MES-Abteilung verantwortet Herr Zach ein eigen entwickeltes MES-Produkt, das weltweit eingesetzt wird.

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