Qualitätskontrolle in der Supply Chain

Moderne Fertigungen sind durch IT Werkzeuge, wie MES und SPC in der Lage, die Prozessausbeute zu erhöhen und Produktabweichungen zu reduzieren. Jedoch sind diese Fertigungsinformationen oft auf einen Standort beschränkt. Mit Supplier Quality Management (SQM) wird die Bandbreite der Prozesskontrolle auf die gesamte Lieferentenkette erweitert.

Die klassische Eingangskontrolle wird mit SQM um folgende Funktionalitäten erweitert:

  • Kunde und Lieferant kommunizieren ihre Qualitätsdaten (Produkt- und Prozessinformationen) über ein standardisiertes elektronisches Austauschformat, mit dem Namen eCoA (electronic Certificate of Analysis).
  • Bevor eine Ware ausgeliefert wird, sendet der Lieferant die Qualitätsdaten im eCoA Format zur Lieferfreigabe an den Kunden. Die Lieferfreigabe erfolgt in Echtzeit oder bei Ablehnung wird die Begründung im eCoA Format übermittelt.
  • Falls beim Kunden Produktparameter außerhalb der Spezifikationslimits sind, kann der Kunde schon während des Produktionsprozesses überprüfen ob die Abweichungen von den Zulieferteilen resultieren und schnell beim Lieferanten Gegenmaßnahmen einleiten.
  • Da die Qualitätsdaten über die gesamte Supply Chain zur Verfügung stehen, können Fertigungsprozesse global gesteuert und optimiert werden.
  • Im Falle eines Rückrufes kann die Menge der fehlerhaften Teile genauer eingegrenzt werden. Damit kann eine wesentliche Reduktion von Rückrufteilen erreicht werden.

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Durch die Verwendung von SQM kann die Fertigungsqualität innerhalb einer Lieferantenkette in Echtzeit überprüft und bei kritischen Abweichungen können zeitnah Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Am Beispiel einer voll integrierten Fertigungskette werden die Möglichkeiten zur Optimierung durch die Verwendung von eCoA‘s in Bezug auf Fertigungsqualität, Produkttransparenz und Anlaufmanagement einer neuen Fertigung vorgestellt.

JoKi
Dipl. Ing. Jochen Kinauer, Director Channel Sales, camLine GmbH

Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Steuerungs-und Automatisierungstechnik an der TU München.

Mehr als 20 Jahre Erfahrung in Projektleitung und Vertrieb für diverse Automatisierungsprojekte in der Hochtechnologie bei verschiedenen internationalen Firmen.

Arbeitskreisleiter im Silicon Saxonye.V. für 450mm und RFID Technologien.

camLine GmbH

Die camLine GmbH (www.camLine.com) entwickelt und vertreibt Softwarelösungen für Manufacturing Excellence in Fertigungen der Hightech-Industrie. Automatisierungssysteme von camLine basieren auf MES-Modulen der Produktsuite LineWorks. Neben einzelnen Modulen haben Kunden auch die komplette LineWorks Suite als Manufacturing Execution System (MES) im Betrieb. Für Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMUs) bietet camLine Komplettlösungen, die auf InFrame Synapse beruhen. Zahlreiche Installationen sind in der Halbleiter-, Elektronik -, Solar- und Medizintechnik im Einsatz. Durch den allgemeinen Ansatz adressiert camLine diskrete und kontinuierliche Fertigungen sowie Mischformen. Branchenspezifische Lösungen konzentrieren sich auf fortschrittliche Strategien zur Verbesserung der Prozessqualität und Prozesssicherheit, Logistik für die Fertigungsdurchführung und Fertigungseffizienz. Die Software XperiDesk ist eine neue camLine-Marke, die sich auf die Rationalisierung von Technologieentwicklungen konzentriert und dazu bahnbrechende Möglichkeiten in der Zusammenarbeit von Forschung und Entwicklung mit der Produktion offeriert. Ingenieuren ermöglicht die Statistik-Software Cornerstone als weitere Marke von camLine, Daten aufzubereiten und zu analy-sieren (explorative Datenanalyse, EDA) sowie Versuchsplanungen (Design of Experiments, DoE) durchzuführen. Als Lösungspartner offeriert camLine seine Softwarelösungen und Dienstleistungen weltweit seit mehr als 25 Jahren an.

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