Aufgabenstellung 1

Intelligente Produktionssteuerung gesucht

Continental Automotive Division Chassis & Safety sucht im Zuge der Wandlung der Fertigung in Richtung Industrie 4.0 ein intelligentes System für die Optimierung von Fertigungsabläufen in Ergänzung zur eigenen MES-Lösung. Dieses System leitet Teile und Werkstückträger durch die Anlage in Abhängigkeit von Key-Performance-Indikatoren (KPIs). Das System ist für unterschiedliche Aufgabenstellungen gedacht, die im Folgenden in Form von Use Cases beschrieben werden.

Weiterlesen

Use Case 1

Im Use Case 1 geht es um die Produktionssteuerung von parallelen Arbeitsstationen sowie um die Kalkulation des OEE auf Teile- und Logistikebene. Solange alle Stationen zu 100 % funktionieren, läuft die Anlage optimal. Doch was passiert, wenn eine Parallelstation ausfällt bzw. defekt ist? Die Bandsteuerung erhält den Hinweis, keine Teile mehr in diese Station einzufahren. Nach momentanen Stand werden in diesem Fall die Teile statisch in andere Stationen geführt. Die Verteilung der Werkstückträger ist nicht mehr optimal. Das neue System soll nun berechnen, wie die Teile mit höchster Effizienz und geringstem Aufwand in der Anlage produziert und Lücken vermieden werden. Dazu wird die OEE kalkuliert. Wesentlich ist dabei die Durchlaufzeit. Die Produktionsleitung erhält zum Beispiel so aufgrund validierter Informationen eine Entscheidungsgrundlage, ob eine Station sofort repariert werden soll oder die verbleibende OEE noch akzeptabel ist. Mithilfe des neuen Systems kann dynamisch auf jede Art von Störfällen reagiert werden.

Use Case 2

Der Use Case 2 bezieht sich auf die Steuerung von Werkstückträger bei nicht ausgelasteter Linie. Dabei sollen Zykluszeiten innerhalb der Linien ausgeglichen werden. Die Stationen in der Linie haben meist nicht die gleichen Zykluszeiten in Bezug auf den Teiledurchlauf. Wenn Prozesse nicht unmittelbar aufeinander folgen müssen, kann der Produktionsdurchlauf auch anders organisiert werden. Bisher wurde dies statisch realisiert. Mit der neuen intelligenten Produktionssteuerung soll dynamisch die Abfolge geändert werden können, die dann dem MES vorgegeben wird.  Die Produktionslinie wird besser ausgelastet.

Use Case 3

Use Case 3 beinhaltet die Clusterproduktion. In der Fabrik gibt es viele gleiche Prozesse in unterschiedlichen Linien. Die Idee von diesem Use Case besteht darin, dass Teile in Abhängigkeit der Auslastung der einzelnen Prozessstationen durch die Fabrik geschleust werden. Das intelligente System soll berechnen, welcher Effizienzgewinn dabei erzielt werden kann. Dazu muss bekannt sein, wann welche Teile wo im Materialfluss vorhanden sind. Eine wichtige Rolle können dabei Simulationsberechnungen spielen.

Use Case 4

Use Case 4 hat die Rüstzeitoptimierung im Fokus. Jeder manuelle Rüstwechsel kostet Zeit in Abhängigkeit davon, zu welcher Produktfamilie gerüstet wird. Mit dem neuen intelligenten System soll es möglich werden, dies in Zusammenarbeit mit dem MES und einer Rüstmatrix zu koordinieren und zu optimieren.

Der Datenaustausch der intelligenten Produktionssteuerung mit dem firmeneigenen MES wird über Datenbanken realisiert. Anbindungsmöglichkeiten an MQTT und OPC UA sind nicht zuletzt unter Industrie-4.0-Gesichtspunkten von Vorteil. Optional ist darüber hinaus eine Schnittstelle zur Visualisierung hilfreich. Der Werker soll über die erforderlichen Informationen aus der Produktionssteuerung mit Hilfe eines Dashboards direkt vor Ort verfügen können.

Lösungen

inola GmbH
Mit KI zur intelligenten Produktionssteuerung
Kernkompetenz der inola GmbH sind maßgeschneiderte Optimierungslösungen für Aufgaben im Bereich Supply Chain Management.

Zur Lösungsbeschreibung

Partnergemeinschaft Perfect Solution
Lösungsansatz
Für die Optimierung der Produktionsanlage von Continental schlägt der Anbieter eine individuelle, maßgeschneiderte Lösung …

Zur Lösungsbeschreibung